Die stündliche Holzmenge ergibt sich aus der gewünschten Leistung geteilt durch den Heizwert je kg mal dem Wirkungsgrad. Mit lufttrockenem Holz (~4,0 kWh/kg) und 80 % Wirkungsgrad braucht ein 6-kW-Ofen rund 1,9 kg Scheitholz pro Betriebsstunde.
Die Ergebnisse sind Richtwerte auf Basis physikalischer Kennzahlen und deiner Eingaben — keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und keine Energieberatung. Lass Schornstein und Ofen vom Schornsteinfeger bzw. Fachbetrieb prüfen. Brennholz sollte vor dem Verbrennen ≤ 25 % Holzfeuchte haben (1. BImSchV) — idealerweise rund 15–20 %.
Rechner
Holzauflage
1,88 kg/h
Formel
Holzauflage [kg/h] = Leistung [kW] ÷ (Heizwert [kWh/kg] × Wirkungsgrad). Lufttrockenes Scheitholz liefert je kg ähnlich viel Energie — Laubholz etwa 4,0–4,1 kWh/kg, Nadelholz rund 4,3 kWh/kg; ein typischer Kaminofen-Wirkungsgrad liegt bei 0,75–0,80.
Beispiel
Für 6 kW mit lufttrockenem Laubholz (4,0 kWh/kg) und 80 % Wirkungsgrad: 6 ÷ (4,0 × 0,8) = 1,875 kg pro Stunde — also rund 1,9 kg Scheitholz je Betriebsstunde. Mit Nadelholz (4,3 kWh/kg) sinkt die Masse leicht auf etwa 1,74 kg/h, weil je kg mehr Energie steckt — Nadelholz ist nur je Raummeter energieärmer, weil es leichter ist.
Häufige Fragen
Wie viel Holz verbraucht ein Kaminofen pro Stunde?
Ein moderner Kaminofen mit 6 kW Nennleistung legt bei lufttrockenem Holz und rund 80 % Wirkungsgrad etwa 1,7–1,9 kg Scheitholz pro Stunde um. Bei 8 kW sind es schon rund 2,5 kg/h. Der genaue Wert hängt von Holzart, Restfeuchte und Abbrandregelung ab — nasses Holz braucht mehr Masse für dieselbe Wärme, weil Energie für das Verdampfen des Wassers verloren geht.
Warum braucht nasses Holz mehr Auflage für dieselbe Leistung?
Weil ein Teil der Energie das im Holz gebundene Wasser verdampft, statt den Raum zu heizen. Lufttrockenes Holz (~15–20 % Holzfeuchte) liefert rund 4 kWh/kg, frisches Holz deutlich weniger. Den effektiven Heizwert je nach Restfeuchte berechnet der Rechner „Restfeuchte → Heizwert“. Brennholz sollte vor dem Verbrennen ≤ 25 % Holzfeuchte haben (1. BImSchV).
Wie viele Scheite sind das pro Auflage?
Als grober Anhalt wiegt ein 33-cm-Buchenscheit lufttrocken etwa 0,8–1,2 kg. Eine Stunden-Auflage von rund 1,9 kg entspricht damit etwa zwei kräftigen Scheiten. Üblich ist, alle 45–60 Minuten ein bis zwei Scheite nachzulegen statt den Brennraum komplett zu füllen — so bleibt der Abbrand sauber und die Leistung gleichmäßig.
Was bedeutet der Wirkungsgrad im Rechner?
Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der im Holz steckenden Energie tatsächlich als Nutzwärme im Raum ankommt; der Rest geht über den Schornstein verloren. Ältere offene Kamine liegen teils unter 0,30, moderne Kaminöfen bei 0,75–0,80, gute Scheitholzkessel darüber. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet weniger Holzauflage für dieselbe Heizleistung.
Gilt der Wert für Dauerbetrieb?
Die Holzauflage ist ein gemittelter Richtwert für stetigen Abbrand bei der angegebenen Leistung. In der Praxis schwankt der Abbrand über eine Charge: nach dem Anzünden und beim Nachlegen ist die Leistung höher, gegen Ende der Glutphase niedriger. Für die Auslegung von Vorrat und Nachlege-Rhythmus ist der Stundenwert aber eine gute Orientierung.
Quelle: Energiebilanz (Heizwert je kg × Wirkungsgrad) · Alle Quellen