Holzauflage pro Stunde berechnen (kg/h)
Die stündliche Holzmenge ergibt sich aus der gewünschten Leistung geteilt durch den Heizwert je kg mal dem Wirkungsgrad. Mit lufttrockenem Holz (~4,0 kWh/kg) und 80 % Wirkungsgrad braucht ein 6-kW-Ofen rund 1,9 kg Scheitholz pro Betriebsstunde.
Rechner
| Holzauflage | 1,88 kg/h |
|---|
Formel
Holzauflage [kg/h] = Leistung [kW] ÷ (Heizwert [kWh/kg] × Wirkungsgrad). Lufttrockenes Scheitholz liefert je kg ähnlich viel Energie — Laubholz etwa 4,0–4,1 kWh/kg, Nadelholz rund 4,3 kWh/kg; ein typischer Kaminofen-Wirkungsgrad liegt bei 0,75–0,80.
Beispiel
Für 6 kW mit lufttrockenem Laubholz (4,0 kWh/kg) und 80 % Wirkungsgrad: 6 ÷ (4,0 × 0,8) = 1,875 kg pro Stunde — also rund 1,9 kg Scheitholz je Betriebsstunde. Mit Nadelholz (4,3 kWh/kg) sinkt die Masse leicht auf etwa 1,74 kg/h, weil je kg mehr Energie steckt — Nadelholz ist nur je Raummeter energieärmer, weil es leichter ist.
Hintergrund: Ergebnis richtig einordnen
Warum die Auflagemenge in Kilogramm zählt
In der Bedienungsanleitung eines Kaminofens steht die maximale Auflagemenge in Kilogramm, nicht in Scheiten. Das hat einen Grund: Ein Buchenscheit wiegt deutlich mehr als ein gleich großes Fichtenscheit, und ein feuchtes mehr als ein trockenes. Wer nach Stückzahl auflegt, überlastet den Ofen mit Hartholz oder unterfordert ihn mit Nadelholz. Der Rechner übersetzt die gewünschte Leistung in die Holzmasse je Stunde; mit einer Küchenwaage lässt sich das Gefühl für die passende Menge in wenigen Tagen eichen.
Von Kilogramm je Stunde zum Nachlegerhythmus
Ein Kaminofen wird nicht kontinuierlich beschickt, sondern in Chargen. Bei einem 6-kW-Ofen und 1,9 kg je Stunde entsprechen zwei Scheite von je einem Kilogramm etwa einer Stunde Betrieb bei Nennleistung. Nachgelegt wird, wenn die Flammen erloschen sind und ein Glutbett liegt: Zu frühes Nachlegen erstickt die Verbrennung, zu spätes lässt die Glut zum Anzünden ausgehen. Wie viel und wie oft im Detail, erklärt der Ratgeber Wie viel Holz nachlegen?.
Mehr Holz heißt nicht mehr Wärme
Legt man die doppelte Menge auf, verdoppelt sich kurzfristig die Leistung, die Abgastemperatur steigt, und ein großer Teil der zusätzlichen Energie verschwindet ungenutzt durch den Schornstein. Dauerhaft überlastete Öfen verziehen sich, Dichtungen und Schamotte leiden. Die Nennleistung ist der Bereich, in dem der Ofen seinen angegebenen Wirkungsgrad erreicht; der Rechner dimensioniert genau für diesen Bereich.
Eingaben richtig wählen
Den Heizwert je Kilogramm setzt du für lufttrockenes Laubholz auf 4,0 bis 4,1, für Nadelholz auf 4,3. Ist das Holz feuchter, sinkt der Wert spürbar, siehe den Restfeuchte-Rechner; dann braucht es mehr Masse für dieselbe Wärme, und der Ofen verrußt. Den Wirkungsgrad findest du im Datenblatt des Ofens, meist 75 bis 82 %. Ob die Leistung überhaupt zum Raum passt, prüft vorab der Heizleistungs-Rechner.
Häufige Fragen
Wie viel Holz verbraucht ein Kaminofen pro Stunde?
Warum braucht nasses Holz mehr Auflage für dieselbe Leistung?
Wie viele Scheite sind das pro Auflage?
Was bedeutet der Wirkungsgrad im Rechner?
Gilt der Wert für Dauerbetrieb?
Quelle: Energiebilanz (Heizwert je kg × Wirkungsgrad) · Alle Quellen