Pelletverbrauch berechnen: kg, Tonnen und Lagerraum
Aus dem jährlichen Heizwärmebedarf in kWh ergibt sich der Pelletverbrauch über den Heizwert von 4,9 kWh/kg (ENplus) und den Wirkungsgrad des Kessels. Bei 18.000 kWh und einem Wirkungsgrad von 0,90 sind das rund 4.080 kg bzw. gut 4 Tonnen Pellets pro Jahr und etwa 6,3 m³ reiner Lagerraum.
Rechner
| Pelletverbrauch | 4.082 kg/Jahr |
|---|---|
| in Tonnen | 4,08 t/Jahr |
| reiner Lagerraum | 6,3 m³ |
Formel
kg/Jahr = Q / (4,9 kWh/kg × η); t/Jahr = kg/Jahr / 1.000; m³ Lager = t/Jahr × 1,54 (Schüttdichte ~650 kg/m³, also 1 t ≈ 1,54 m³). Der ausgewiesene Lagerraum ist das reine Pelletvolumen – plane für den Lagerraum selbst noch rund ein Drittel Reserve für Befüllung, Wände und Leerung ein.
Beispiel
Heizwärmebedarf 18.000 kWh/Jahr, Wirkungsgrad 0,90: Nenner = 4,9 × 0,90 = 4,41 kWh/kg. 18.000 / 4,41 ≈ 4.082 kg, also rund 4,08 t. Als Volumen: 4,08 × 1,54 ≈ 6,3 m³ reiner Pelletraum. Zum Vergleich: 2 kg Pellets ersetzen energetisch etwa 1 Liter Heizöl, die 4.082 kg entsprechen also grob 2.040 Litern Öl.
Hintergrund: Ergebnis richtig einordnen
Vom Wärmebedarf zum Lagerraum
Wer eine Pelletheizung plant, braucht zwei Zahlen: wie viele Tonnen im Jahr nachbestellt werden müssen und wie groß das Lager sein soll. Beides leitet der Rechner aus dem Heizwärmebedarf ab. Die Energie je Kilogramm ist bei zertifizierten Pellets sehr konstant, deshalb ist die Jahresmenge gut vorhersagbar, deutlich besser als bei Scheitholz, dessen Energiegehalt mit Holzart und Feuchte schwankt.
Den Heizwärmebedarf finden
Für einen Umstieg von Öl oder Gas rechnest du den bisherigen Verbrauch um: Liter Heizöl mal 10, Kubikmeter Erdgas mal 10 ergibt grob die Kilowattstunden Endenergie. Da der alte Kessel ebenfalls Verluste hatte, ist der daraus abgeleitete Wert eher zu hoch, was bei der Lagerplanung eine willkommene Reserve ist. Für einen Neubau liefert der Energieausweis den Heizwärmebedarf pro Quadratmeter; alternativ schätzt der Bedarfs-Rechner den Wert aus Wohnfläche und Baustandard.
Lagerraum richtig dimensionieren
Das Ergebnis in Kubikmetern ist das reine Schüttvolumen der Jahresmenge. Ein Lagerraum kann aber nie ganz gefüllt werden: Der Schrägboden nimmt Platz, beim Einblasen bleibt oben Luft, und ein Rest sollte beim Nachfüllen immer noch im Lager sein. In der Praxis rechnet man mit etwa dem anderthalbfachen Volumen des Jahresbedarfs. Wer nur die halbe Jahresmenge lagern und zweimal bestellen will, kommt mit einem kleineren Raum aus, zahlt aber meist einen höheren Preis je Tonne.
Pellets gegen Scheitholz abwägen
Pellets sind komfortabel und sauber in der Verbrennung, kosten je Kilowattstunde aber in der Regel mehr als selbst gelagertes Scheitholz. Wer beide Optionen vergleichen will, nutzt den Energie-Äquivalenz-Rechner für die Mengen und den Heizkosten-Vergleich für die Kosten mit eigenen Preisen. Den Hintergrund zu beiden Brennstoffen gibt der Ratgeber Scheitholz oder Pellets?.
Referenztabelle: Energievergleich der Brennstoffe (kWh je Einheit)
Häufige Fragen
Wie viel Pellets verbraucht man pro Jahr?
Wie viel Lagerraum brauche ich für Pellets?
Sind Pellets und Heizöl energetisch vergleichbar?
Gilt der Wert auch für andere Pelletqualitäten?
Quelle: ENplus: 4,9 kWh/kg; Schüttdichte ~650 kg/m³ (1 t ≈ 1,54 m³) · Alle Quellen