Kaminofen-Amortisation berechnen

Lohnt sich ein neuer Kaminofen? Dieser Rechner schätzt die Amortisationszeit aus der Investition (Anschaffung plus Einbau) und der jährlichen Ersparnis bei den Brennstoffkosten gegenüber der bisherigen Heizung.

Die Ergebnisse sind Richtwerte auf Basis physikalischer Kennzahlen und deiner Eingaben — keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und keine Energieberatung. Lass Schornstein und Ofen vom Schornsteinfeger bzw. Fachbetrieb prüfen. Brennholz sollte vor dem Verbrennen ≤ 25 % Holzfeuchte haben (1. BImSchV) — idealerweise rund 15–20 %.

Rechner

Jährliche Ersparnis1.000 €/Jahr
Amortisationszeit4,0 Jahre

Formel

Amortisationszeit (Jahre) = Investition ÷ (Brennstoffkosten bisher − Brennstoffkosten neu). Ist die jährliche Differenz ≤ 0, amortisiert sich die Anschaffung rechnerisch nicht (der Rechner gibt dann 0 Jahre aus).

Beispiel

Investition 4.000 €, bisher 2.500 €/Jahr, neu 1.500 €/Jahr: jährliche Ersparnis 1.000 €, Amortisation 4.000 ÷ 1.000 = 4,0 Jahre. Spart der neue Ofen nichts oder mehr, als er kostet (Differenz ≤ 0), ist keine Amortisation möglich.

Hintergrund: Ergebnis richtig einordnen

Wofür die Amortisationszeit taugt und wofür nicht

Die statische Amortisation ist die einfachste Wirtschaftlichkeitsrechnung: Wie viele Jahre dauert es, bis die eingesparten Brennstoffkosten die Anschaffung bezahlt haben? Sie eignet sich gut, um Angebote zu vergleichen oder eine erste Entscheidung zu treffen. Sie unterstellt aber konstante Preise und ignoriert Zinsen, Wartung und die Lebensdauer der Anlage. Liegt das Ergebnis deutlich unter zehn Jahren, ist die Investition robust; liegt es nahe an der erwarteten Lebensdauer des Ofens, entscheiden eher Komfort und Unabhängigkeit als Geld.

Die Investition vollständig erfassen

Zum Ofenpreis kommen in der Regel: Schornsteinanschluss oder ein neuer Edelstahlschornstein, Ofenrohr, Bodenplatte, eventuell eine externe Verbrennungsluftzufuhr, Montage und die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Diese Nebenkosten erreichen oft die Höhe des Ofenpreises. Wer sie weglässt, rechnet sich die Amortisation schön.

Die Ersparnis realistisch ansetzen

Die bisherigen Heizkosten kennst du aus der Abrechnung. Die neuen Kosten ermittelst du mit dem Heizkosten-Vergleich: gleicher Wärmebedarf, aber Heizwert, Wirkungsgrad und Preis des Holzes. Zwei Punkte werden dabei häufig übersehen. Erstens: Ein Kaminofen ersetzt die Zentralheizung meist nur teilweise, die Grundkosten für Gas oder Öl laufen weiter. Zweitens: Wer sein Holz selbst macht, spart viel Geld, investiert aber Zeit und Werkzeug, siehe den Selbstwerber-Rechner. Beide Effekte senken die tatsächliche jährliche Ersparnis und verlängern die Amortisation.

Was der Rechner nicht abbildet

Preissteigerungen können die Rechnung in beide Richtungen kippen. Steigen Öl und Gas schneller als Holz, verkürzt sich die Amortisation. Fördermittel für Pelletkessel oder Scheitholzvergaser verkürzen sie ebenfalls, gelten aber in der Regel nicht für einfache Kaminöfen. Trage in solchen Fällen die Investition abzüglich Förderung ein.

Häufige Fragen

Was gehört in die Investition?
Alle einmaligen Kosten: Anschaffung des Ofens, Ofenrohr und Zubehör, Einbau, gegebenenfalls Schornsteinsanierung oder ein neuer Anschluss sowie die Abnahme durch den Schornsteinfeger. Je vollständiger der Betrag, desto realistischer die Amortisationszeit.
Wie ermittle ich die jährliche Ersparnis?
Stelle die bisherigen jährlichen Brennstoffkosten den künftigen gegenüber. Die künftigen Kosten kannst du vorab mit dem Rechner „Heizkosten-Vergleich“ für den neuen Energieträger schätzen. Die Differenz ist die jährliche Ersparnis, die in die Amortisation einfließt.
Berücksichtigt der Rechner Wartung und Preissteigerungen?
Nein, er rechnet bewusst einfach: Investition geteilt durch die jährliche Ersparnis. Laufende Wartung (Schornsteinfeger, Reinigung) verlängert die Amortisation, steigende Preise des alten Energieträgers verkürzen sie. Für eine grobe Einordnung kannst du diese Effekte in deinen Eingaben berücksichtigen.
Was, wenn die Differenz negativ ist?
Dann ist der neue Ofen im laufenden Betrieb nicht günstiger als die bisherige Lösung, und es gibt keine Amortisation über die Brennstoffkosten. Andere Gründe wie Komfort, Unabhängigkeit oder Notheizung können trotzdem für die Anschaffung sprechen — das ist aber keine reine Kostenfrage.
Sind die Vorgabewerte realistisch?
Die Voreinstellungen sind nur ein neutrales Rechenbeispiel, kein Marktpreis. Setze unbedingt deine eigenen Beträge ein: Angebote für den Ofen und den Einbau sowie deine tatsächlichen Brennstoffkosten vorher und nachher.

Quelle: Einfache Kostenrechnung (alle Beträge = Nutzereingabe) · Alle Quellen