Brennholz-Gewicht berechnen: frisch und trocken

Das Gewicht von Brennholz ergibt sich aus der Darrdichte der Holzart, dem festen Holzvolumen (Raummeter × 0,7) und der Holzfeuchte u: Gewicht = Darrdichte × Festvolumen × (1 + u). Ein Raummeter lufttrockene Buche (u ≈ 18 %) wiegt rund 462 kg, frisch geschlagen dagegen das Anderthalbfache – wegen des vielen mitwiegenden Wassers.

Rechner

Gewicht463 kg
Darrdichte560 kg/m³

Formel

Gewicht = Darrdichte × Festvolumen × (1 + u). Das Festvolumen folgt aus dem Raummaß: V_fest = Raummeter × 0,7 (1 Rm gestapelt ≈ 0,7 Fm fest). u ist die Holzfeuchte als Anteil. Frisch geschlagenes Holz liegt bei u ≈ 80–100 %, lufttrockenes bei u ≈ 15–20 %. Die Darrdichte stammt aus forstlichen Werten je Holzart (Buche ~560, Fichte ~380 kg/m³).

Beispiel

1 Raummeter Buche, lufttrocken (u = 18 %): V_fest = 1 × 0,7 = 0,7 m³; Gewicht = 560 kg/m³ × 0,7 × 1,18 ≈ 462 kg. Frisch geschlagen (u = 90 %) wöge derselbe Raummeter 560 × 0,7 × 1,90 ≈ 745 kg – fast 60 % mehr, allein durch das mitwiegende Wasser. Zum Vergleich wiegt 1 Raummeter Fichte lufttrocken nur 380 × 0,7 × 1,18 ≈ 314 kg.

Referenztabelle: Holzdichte (Darrdichte) je Holzart

Häufige Fragen

Wie viel wiegt ein Raummeter Brennholz?
Das hängt stark von Holzart und Feuchte ab. Lufttrocken (rund 18 % Holzfeuchte) wiegt ein Raummeter Buche etwa 460 kg, Eiche ähnlich, Fichte dagegen nur rund 310 kg – schweres, dichtes Hartholz bringt deutlich mehr Masse pro Stapelvolumen auf die Waage. Frisch geschlagen liegen alle Werte erheblich höher, weil das Holz bis zur Hälfte seines Gewichts aus Wasser bestehen kann. Trage deine echte Holzart und die gemessene Holzfeuchte ein, um das Gewicht für deinen Fall zu bestimmen, etwa zur Einschätzung der Transportlast.
Warum wiegt frisches Holz so viel mehr als trockenes?
Frisch geschlagenes Holz enthält sehr viel Wasser. Bei einer Holzfeuchte von 90 % wiegt das Wasser fast so viel wie die trockene Holzsubstanz selbst – das gesamte Scheit wird dadurch nahezu doppelt so schwer wie im darrtrockenen Zustand. Beim Trocknen verdunstet dieses Wasser, das Gewicht sinkt entsprechend, während das Stapelvolumen nahezu gleich bleibt. Genau deshalb lohnt es sich, Holz vor dem Transport oder vor dem Einlagern in oberen Etagen ausreichend trocknen zu lassen.
Welche Holzart ist am schwersten?
Maßgeblich ist die Darrdichte. Sehr dichte Hölzer wie Robinie (~730 kg/m³), Hainbuche (~620) und Eiche (~570) sind am schwersten, gefolgt von Buche und Esche (~560). Nadelhölzer wie Fichte und Tanne (~380) sowie Pappel (~350) sind deutlich leichter. Da das feste Volumen je Raummeter bei allen Holzarten gleich angesetzt wird (Raummeter × 0,7), schlägt die Dichte direkt aufs Gewicht durch – und ist zugleich der Grund, warum dichtes Hartholz je Raummeter mehr Energie liefert.
Wie genau ist die Gewichtsberechnung?
Sie liefert einen belastbaren Richtwert. Die Unsicherheit steckt vor allem in zwei Größen: in der tatsächlichen Holzfeuchte, die innerhalb eines Stapels schwanken kann, und in der Darrdichte, die natürlichen Streuungen je Baum und Standort unterliegt. Das Umrechnungsverhältnis Raummeter zu Festmeter (0,7) ist ebenfalls ein Mittelwert, der von Spaltgrad und Schichtung abhängt. Für Transport- und Lagerplanung ist das Ergebnis genau genug; eine grammgenaue Angabe ist mit Stapelware naturgemäß nicht möglich.

Quelle: Forstliche Darrdichten je Holzart; V_fest = Rm × 0,7; Gewicht = ρ × V × (1 + u) · Alle Quellen