Holzdichte (Darrdichte) je Holzart

Darrdichte (kg/m³) der wichtigsten Holzarten — Grundlage für die Gewichtsberechnung von frischem und trockenem Brennholz.

HolzartGruppeDarrdichte
HainbucheLaubholz620 kg/m³
EicheLaubholz570 kg/m³
Buche (Rotbuche)Laubholz560 kg/m³
EscheLaubholz560 kg/m³
RobinieLaubholz730 kg/m³
AhornLaubholz520 kg/m³
BirkeLaubholz510 kg/m³
LärcheNadelholz460 kg/m³
KieferNadelholz430 kg/m³
DouglasieNadelholz470 kg/m³
ErleLaubholz430 kg/m³
FichteNadelholz380 kg/m³
TanneNadelholz380 kg/m³
Pappel/WeideLaubholz350 kg/m³

Quellen: TFZ Straubing, FNR, C.A.R.M.E.N. e.V., LWF Bayern, KWF · Alle Quellen

Was die Darrdichte ist

Die Darrdichte ist das Gewicht völlig trockener Holzsubstanz je Kubikmeter Festvolumen, gemessen nach dem Trocknen bei 103 °C bis zur Gewichtskonstanz. Sie ist die Grundgröße für alles, was mit dem Gewicht von Holz zu tun hat, und zugleich der Schlüssel zum Heizwert je Raummeter: Weil alle Holzarten je Kilogramm fast gleich viel Energie liefern, entscheidet die Dichte, wie viel Energie in einem Stapel steckt. Hainbuche und Robinie führen die Tabelle an, Pappel und Weide bilden das Schlusslicht mit knapp über der Hälfte.

Vom Tabellenwert zum Gewicht eines Raummeters

Drei Schritte: Raummeter mal 0,7 ergibt das Festvolumen, Festvolumen mal Darrdichte ergibt die trockene Holzmasse, und die wird mit (1 + Holzfeuchte) multipliziert, um das Wasser zu berücksichtigen. Ein Raummeter Buche mit 560 kg/m³ wiegt lufttrocken bei 18 % Holzfeuchte rund 460 kg, frisch bei 90 % Holzfeuchte etwa 745 kg. Der Gewichts-Rechner führt diese Rechnung für jede Holzart und Feuchte aus.

Wie genau sind die Werte?

Die Darrdichte ist eine Holzart-Eigenschaft, streut aber innerhalb einer Art um zehn Prozent und mehr: Langsam gewachsenes Holz mit engen Jahrringen ist dichter, bei Nadelholz gilt das Umgekehrte, weil dort das dichte Spätholz den Ausschlag gibt. Die Tabellenwerte sind Mittelwerte aus der forstlichen Literatur, wie sie die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und das TFZ veröffentlichen. Für Gewichtsabschätzungen beim Transport sind sie gut genug; wer eine exakte Zahl braucht, wiegt.

Dichte in der Praxis

  • Transport: Ein Anhänger mit 750 kg Zuladung trägt keinen Raummeter frische Buche, aber zwei Raummeter trockene Fichte.
  • Brennverhalten: Dichtes Holz brennt langsamer und hält die Glut, leichtes Holz flammt schnell auf; Robinie und Hainbuche sind deshalb ideale Nachtbrenner, Fichte das Anzündholz.
  • Trocknung: Dichte Hölzer geben Wasser langsamer ab und brauchen länger bis zur Brennreife, siehe Trocknungsdauer.
  • Heizwert: Die Rangfolge der Dichten ist die Rangfolge der Heizwerte je Raummeter, siehe Heizwert der Holzarten.

Mehr zu Gewicht, Feuchte und Praxis im Ratgeber Wie schwer ist Brennholz?.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Darrdichte und Rohdichte?
Die Darrdichte bezieht sich auf völlig trockenes Holz, die Rohdichte auf Holz mit einer bestimmten Feuchte, meist 12 oder 15 %. Rohdichten sind daher höher als Darrdichten derselben Holzart. Die Rechner dieser Seite arbeiten mit der Darrdichte und rechnen die Feuchte explizit dazu, damit jeder Zustand von frisch bis trocken abgebildet wird.
Warum wiegt ein Raummeter nicht Darrdichte mal ein Kubikmeter?
Weil ein Raummeter zu rund 30 % aus Luft besteht. Nur etwa 0,7 Kubikmeter sind Holz, und dieses Holz enthält zusätzlich Wasser. Ein Raummeter Buche wiegt deshalb lufttrocken rund 460 kg, nicht 560 kg.
Ist schwereres Holz immer das bessere Brennholz?
Je Raummeter liefert es mehr Energie und längere Glut, deshalb wird es höher gehandelt. Je Kilogramm ist es nicht besser, und zum Anheizen ist leichtes Nadelholz sogar überlegen. Die beste Wahl ist meist eine Mischung: Fichte zum Anfeuern, Buche oder Esche für den Dauerbetrieb.