Heizwert der Holzarten (kWh/Rm & kWh/kg)

Heizwert je Raummeter und je Kilogramm (lufttrocken) für die wichtigsten Brennholzarten, plus Darrdichte. Warum die Dichte den Unterschied je Rm macht.

HolzartGruppekWh/RmkWh/kgDarrdichte (kg/m³)
HainbucheLaubholz2.2004,1620
EicheLaubholz2.1004,1570
Buche (Rotbuche)Laubholz2.1004,1560
EscheLaubholz2.1004,1560
RobinieLaubholz2.1004,1730
AhornLaubholz1.9004,1520
BirkeLaubholz1.9004,1510
LärcheNadelholz1.7004,3460
KieferNadelholz1.7004,3430
DouglasieNadelholz1.7004,3470
ErleLaubholz1.5004,1430
FichteNadelholz1.5004,3380
TanneNadelholz1.5004,3380
Pappel/WeideLaubholz1.2004,1350

Quellen: TFZ Straubing, FNR, C.A.R.M.E.N. e.V., LWF Bayern, KWF · Alle Quellen

So liest du die Tabelle

Die Spalte kWh/Rm ist die Zahl, die beim Holzkauf zählt: Sie sagt, wie viel Energie ein Raummeter gestapeltes, lufttrockenes Scheitholz der jeweiligen Art enthält. Die Spalte kWh/kg zeigt dagegen, dass alle Holzarten je Kilogramm Trockensubstanz fast gleich viel Energie liefern; Nadelholz liegt wegen Harz und Lignin sogar leicht vorn. Der große Unterschied je Raummeter entsteht allein über die Darrdichte in der letzten Spalte: Buche bringt je Kubikmeter rund die anderthalbfache Holzmasse von Fichte in den Stapel.

Wo die Werte herkommen und wie weit sie streuen

Die Heizwerte je Raummeter sind gerundete Mittelwerte aus den Brennstoffdaten des Technologie- und Förderzentrums Straubing (TFZ), der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und von C.A.R.M.E.N. e.V. Sie gelten für lufttrockenes Holz mit etwa 15 bis 20 % Wassergehalt und einen durchschnittlich geschichteten Raummeter. In der Praxis streuen sie um etwa zehn Prozent: Holz aus langsamem Wuchs ist dichter als schnell gewachsenes, ein sauber gesetzter Stapel enthält mehr Holz als ein lockerer. Für Preisvergleiche sind die Tabellenwerte die akzeptierte Konvention, für eine Garantie taugen sie nicht.

Was die Tabelle für die Praxis bedeutet

  • Kauf nach Raummeter: Hartholz ist pro Raummeter das energiereichere Angebot. Ob es auch pro Kilowattstunde günstiger ist, zeigt erst der Preisvergleich in €/kWh.
  • Kauf nach Gewicht: Die Holzart ist fast egal, entscheidend ist die Feuchte, siehe Restfeuchte und Heizwert.
  • Jahresbedarf: Wer von Buche auf Fichte wechselt, braucht rund 40 % mehr Raummeter für dieselbe Wärme; der Bedarfs-Rechner rechnet das durch.
  • Ofenbetrieb: Nadelholz brennt schneller und heißer ab und eignet sich zum Anheizen, Hartholz hält die Glut; die Energie je Kilogramm ist ähnlich, siehe Holzauflage pro Stunde.

Was die Werte für frisches Holz nicht aussagen und warum Buche nicht automatisch das beste Brennholz ist, erklärt der Ratgeber Welche Holzart heizt am besten?.

Häufige Fragen

Warum hat Fichte je Kilogramm mehr Heizwert als Buche, je Raummeter aber weniger?
Nadelholz enthält mehr Harz und Lignin, beides energiereicher als Zellulose, daher rund 4,3 statt 4,1 kWh je Kilogramm. Je Raummeter zählt aber die Masse im Stapel, und die ist bei Fichte mit 380 kg/m³ Darrdichte deutlich kleiner als bei Buche mit 560 kg/m³. Weniger Masse im selben Volumen bedeutet weniger Energie je Raummeter.
Gelten die kWh/Rm auch für Schüttraummeter oder Festmeter?
Nein, nur für den gestapelten Raummeter. Ein Festmeter enthält das 1,4-Fache, ein Schüttraummeter je nach Scheitlänge nur 0,62 bis 0,83 davon. Die Umrechnung übernimmt der Einheiten-Rechner oder die Tabelle der Umrechnungsfaktoren.
Wie stark sinkt der Heizwert, wenn das Holz noch feucht ist?
Deutlich: Bei 30 % Wassergehalt fehlen gegenüber lufttrockenem Holz rund 15 % Heizwert je Kilogramm, bei 50 % fast die Hälfte. Da frisches Holz zudem mehr Wasser und weniger Holz je Raummeter enthält, kann ein frischer Raummeter Buche weniger Nutzenergie liefern als ein trockener Raummeter Fichte.